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Viele junge Mädchen (und wahrscheinlich auch einige Jungs) glauben, dass eine Essstörung gut ist. Ana ist eine Freundin, die beste Freundin. Sie sehen diese Ana als Person, nicht als Krankheit. Ich finde das recht gefährlich, weil es dafür sorgt, dass viele Essstörungen als romantisch sehen. Die kleine, dünne, leichte Elfe, die zwischen den Regentropfen tanzen kann ohne nass zu werden. Aber so ist es nicht.

Eine Essstörung ist eine Krankheit. Woher sie kommt ist (denke ich) bei jedem verschieden.
Woran es bei mir liegt weiß ich nicht. Ich hatte eine tolle Kindheit und bin ein glücklicher Mensch (meistens). Naja, ich weiß nicht, warum ich "krank" bin. Es ist mir aber nie in den Sinn gekommen, diese Krankheit als gut anzusehen. Vielleicht liegt es am Alter. Man wird mit der Zeit reifer und erwachsener, denkt logischer, man weiß, dass man daran sterben kann wenn man es übertreibt. Aber ab wann übertreibt man? Das merkt man leider meistens erst wenn es schon zu spät ist. Wenn man tot ist. Ups...

Deswegen kann ich jeden nur warnen: wenn ihr gesund seid, bleibt es auch. Tut alles dafür!

Ich bin in einem Forum für Anas angemeldet und da hat sich mal ein Mädchen mit den Worten vorgestellt: "... ich würde gerne magersüchtig sein." Sie wurde nicht aufgenommen weil in unserem Forum alle vernünftig sind- auch wenn das in den Medien so hingestellt wird als wären wir alle geistig minderbemittelt.

Eine Essstörung ist nicht nur Raubbau am Körper (aber das ist den meisten Anas und Mias ja sowieso egal), es ist auch harte Arbeit. So blöd es sich anhört, für seine ES muss man etwas tun. Es ist aber nicht so dass man das freiwillig macht, man wird von sich selbst dazu gezwungen, auch wenn man das gar nicht will. Es ist ein Zwang und dieses innerliche Verlangen Kalorien zu zählen, zu rechnen, kann man nicht einfach abschalten. Wenn man einmal in diesem Teufelskreis ist kommt man nur schwer wieder raus. Es ist alles andere als toll, gut, romantisch... es ist widerlich. Ständig denkt man ans Essen, ans Nicht- Essen, trainieren, wiegen, zunehmen, abnehmen, bin ich fett?, ich bin fettfettfett, faul, ein Schwein, ich hasse mich, ich muss essen, darf nicht, der Raum dreht sich, ich hab gegessen, kotzen, raus damit, Abführmittel, nur raus- auch wenn es weh tut, wie viele Kalorien hatte das?, sehen meine Augen verschwollen aus?...

Es geht immer und immer weiter. Manchmal sind diese Gedanken so stark, dass kein Platz ist für andere Gedanken... man muss über Essen nachdenken, keine anderen Gedanken, nur Essen, Essen, Essen. Ist das wünschenswert? NEIN! Das ist es nicht. Auf einer Party darüber nachzudenken dass jeder Bissen unweigerlich zur Fettleibigkeit führt, das ist nicht gut. Beim Sex darüber nachzudenken wie viele Kalorien man verbraucht, das ist nicht romantisch.

Ich habe es schon mal gesagt, und ich sage es noch hundert mal: wünscht euch das nicht. Jeder sieht immer nur die tollen, dünnen Models, aber was hinter der Figur steckt- die Zwänge, die oben beschriebenen Gedanken- das sieht man nicht, man kann es nicht sehen.

Pro- Ana zu sein, bedeutet also nicht dass man die Essstörung liebt. Bei manchen ist das vielleicht so, aber ich kenne niemanden. Keiner, den ich kenne, hat gern eine Essstörung. Pro- Ana bedeutet eigentlich nur, dass man sich mit dem Zustand abgefunden hat. Und das auch nur bis man stark genug ist, auszubrechen und eine Therapie zu machen. Oder bis man tot ist. Es ist uns klar dass wir sterben könnten, machen wir uns nichts vor. Mich persönlich erschreckt dieser Gedanke- ich liebe das Leben. Manchmal mehr, manchmal weniger. Je nachdem, wie viel die Waage morgens angezeigt hat.

Für alle, die gerne abnehmen wollen: versucht es so gesund wie möglich zu machen. Mit Sport und gesunder Ernährung. Man kann auch ohne ES abnehmen- besser sogar. Und das Beste daran ist: wenn man sein Ziel dann erreicht hat, muss man es nur mehr halten und nicht ständig und immer wieder unterbieten bis man irgendwann vielleicht abkratzt.