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Abnehmen – aber mit Vernunft

Erfinder: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln

Zusammensetzung/Theorie: Bei dem Programm "Abnehmen – aber mit Vernunft" wird eine ausgewogene Ernährung mit Einschränkung des Fett- sowie Fleischkonsums und mehr komplexen Kohlenhydraten aus Getreide, Obst und Gemüse empfohlen. Die Ernährung sollte sich aus 50 bis 55 Prozent Kohlenhydraten, maximal 30 Prozent Fett und 15 bis 20 Prozent Protein zusammensetzen. Da grundsätzlich keine Lebensmittel verboten sind, können die Speisen vielfältig kombiniert werden, so dass die Ernährung nie langweilig wird. Ziel ist eine langfristige Umstellung der bisherigen Ernährungsgewohnheiten. Eine wichtige Rolle spielt neben der Ernährungsumstellung die sportliche Betätigung.

Als Dauerkost geeignet: ja

Möglicher Nährstoffmangel an: keiner

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Ja, bei dem Programm "Abnehmen– aber mit Vernunft" wird die langfristige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten mit einer langsamen, aber dauerhaften Gewichtsreduktion verfolgt. Dieses Ziel ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht vollständig zu unterstützen.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Ja, "Abnehmen – aber mit Vernunft" ist ausgewogen sowie fettreduziert und somit ernährungsmedizinisch sinnvoll.

Kommentar: Bei der ungefährlichen Ernährungsweise wird ein guter Lerneffekt erzielt. Ein großer Vorteil ist, dass sie auch nach dem Erreichen des Wunschgewichts beibehalten werden kann.

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Ananas-Diät

Zusammensetzung/Theorie: Bei der Ananas-Diät werden ausschließlich Ananas und aus Ananas hergestellte Säfte zugeführt. Da in einem Kilo Ananas zirka 550 Kilokalorien stecken, müssen täglich zwei bis drei Kilo Ananas verzehrt werden, um einen Kaloriengehalt von zirka 1000 Kilokalorien zuzuführen. Bei der allgemeinen Enzym-Diät können auch andere enzymreiche Früchte, wie zum Beispiel Papayas (80 Kilokalorien pro Kilo Papaya) und Kiwis (2000 Kilokalorien pro Kilo Kiwi) verzehrt werden. Die vielgerühmten Enzyme der Früchte sollen den Eiweißabbau unterstützen und das Fett gezielt zum Schmelzen bringen.

Als Dauerkost geeignet : nein

Möglicher Nährstoffmangel an: Eiweiß, Kohlenhydraten, Fett, Vitaminen, Mineralstoffen wie zum Beispiel Eisen, Jod, Zink

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nein, die Ananas-Diät ist in keinem Punkt ernährungswissenschaftlich und ernährungsmedizinisch nachvollziehbar. Auch "Enzyme", die in Kapselform eingenommen werden, führen nicht zur Gewichtsreduktion.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, die Ananas-Diät führt wie alle anderen Monodiäten (zum Beispiel Kartoffel-, Apfel- oder Nudeldiät) langfristig zu einer Fehl- und Mangelernährung. Sie liefert einen geringen Kaloriengehalt und ist extrem einseitig. Durch die geringe Zufuhr an Eiweiß baut der Körper Muskelmasse als Eiweißquelle ab und der Jojo-Effekt bleibt nicht aus.

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Apfelessig-Kur

Zusammensetzung/Theorie: Ein Apfelessig-Drink vor jeder Mahlzeit soll vielfältige Wirkungen haben, wie beispielsweise Ankurbelung des Stoffwechsels. Die Kost während der Kur sollte insgesamt fettarm sein. Abends soll vorwiegend kohlenhydratarm und eiweißreich gegessen werden. Die Durchführung der Apfelessig-Kur wird für drei bis sieben Tage oder für vier Wochen empfohlen.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: essentiellen Fettsäuren

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, nach ernährungswissenschaftlichen Aspekten spielt der Apfelessig ernährungsmedizinisch keine Rolle für eine Gewichtsreduktion.

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Atkins-Diät

Namensgeber: der US-amerikanische Arzt Dr. Robert C. Atkins

Zusammensetzung/Theorie: Nach der Atkins- Diät sind die Kohlenhydrate und nicht das Fett Ursache des Übergewichts (Adipositas). In den ersten Wochen der Diät werden nur sehr geringe Mengen (ein bis 16 Gramm täglich) Kohlenhydrate (zum Beispiel in Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln) aufgenommen, was den Organismus in die Fettverbrennung zwingen soll. Mit sortschreitender Zeit wird die Kohlenhydrataufnahme auf maximal 40 Gramm pro Tag gesteigert. Stark eingeschränkt sind weiterhin Obst, Gemüse, Fruchtsäfte und Süßigkeiten. Eiweiß und Fett , zum Beispiel in Fleisch, Käse, Eiern, Fisch, Wurst und Mayonnaise dürfen uneingeschränkt gegessen werden, wodurch vermehrt Stoffwechselabbauprodukte (Ketonkörper) im Organismus produziert werden. Die Folge sind Übersäuerung des Körpers und große Flüssigkeitsverluste.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, Kohlenhydraten

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, die Atkins- Diät ist extrem kohlenhydratarm, wodurch Mangelerscheinungen auftreten können. Die extrem hohe Eiweiß- und Fettzufuhr können zu hohen Cholesterin- und Purinspiegeln im Organismus führen, die auf Dauer gesundheitsgefährdend sein können. Durch die begrenzte Auswahl an Nahrungsmitteln ist die Atkins- Diät relativ einseitig. Der Mineral- und Vitaminmangel soll durch die Einnahme von Tabletten ausgeglichen werden.

Kommentar: Ein Lerneffekt tritt bei dieser gesundheitsgefährdenden Diät nicht auf. Sport spielt bei der Atkins- Diät keine Rolle.

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Ayurveda- Diät

Namensgeber: Ayurveda ist das zirka 3500 alte, schriftlich überlieferte Gesundheitssystem Indiens.

Zusammensetzung/Theorie: Ayurveda umfasst ein ganzheitliches Gesundheitskonzept indischen Ursprungs. In jedem Menschen sind die Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha unterschiedlich enthalten, das eine individuelle Auswahl von Lebensmitteln und Mahlzeiten begründet. Die Basis aller drei Lebensenergie-Typen ist eine frische, lakto-vegetabile Kost, die Milchprodukte und pflanzliche Lebensmittel enthält. Fleisch, Fisch und Eier sollten nur begrenzt aufgenommen werden. Der Ayurveda wird durch Ernährungsregeln (zum Beispiel die Lebensmittelauswahl und deren Zubereitung), Meditation und Yoga unterstützt.

Als Dauerkost geeignet: ja

Möglicher Nährstoffmangel an: eventuell Mineralstoffen wie Jod, Zink, Eisen und B-Vitamine

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nein (zumindest aus der westlichen Sichtweise), die Theorie des Ayurveda mit den individuellen Ernährungstypen der unterschiedlichen Lebensenergien ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ein unhaltbares Konzept.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Ja, bei Ayurveda wird eine lakto- vegetabile Kost (Kost aus pflanzlichen Lebensmittel kombiniert mit Milch und Milchprodukten) verzehrt, dessen Energie-, Nähr- und Wirkstoffzufuhr ausgewogen ist. Positiv ist auch der eingeschränkte Verzehr von Fleisch und Eiern. Ayurveda ist aus rein ernährungsmedizinischer Sicht ohne die Berücksichtigung der Lebensenergien als empfehlenswert zu beurteilen.

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Blutgruppen-Diät

Erfinder: Peter J. D' Adamo

Zusammensetzung/Theorie: Die Blutgruppe bestimmt angeblich die individuelle Verträglichkeit von Lebensmitteln. Bei der ältesten Blutgruppe, der Blutgruppe 0, soll die Kost eiweißreich und kohlenhydratarm sein, wie bei den Höhlenmenschen, die sich nach D`Adamo vorwiegend von Fleisch ernährten. Der Mensch entwickelte sich weiter, betrieb Ackerbau und das Verdauungssystem veränderte sich. Menschen mit Blutgruppe A sollten sich daher vorwiegend vegetarisch ernähren. Bei Blutgruppe B und AB sind keine Besonderheiten zu nennen, da das Verdauungssystem bei diesen Blutgruppen am weitesten entwickelt ist. Die Einhaltung der speziellen Nahrung je nach Blutgruppe soll Übergewicht reduzieren und vor ernährungsbedingten Erkrankungen, aber auch Krebs schützen.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: Kohlenhydraten und Vitaminen bei Blutgruppe 0, essentiellen Fettsäuren, Mineralstoffen wie Zink und Eisen bei Blutgruppe A, keiner bei Blutgruppe B und AB

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, spezielle Ernährungsweisen in Abhängigkeit von den Blutgruppen sind ernährungsmedizinisch nicht zu unterstützen.

Kommentar: Der Lerneffekt bleibt aus. Eine sportliche Aktivität wird in der Blutgruppen-Diät nicht thematisiert.

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BRIGITTE-Diät

Erfinder: Die BRIGITTE- Diät entsteht aus den veröffentlichten Rezepten der Redaktion der Zeitschrift BRIGITTE.

Zusammensetzung/Theorie: Die BRIGITTE- Diät empfiehlt drei Haupt- und bis zu zwei Zwischenmahlzeiten. Pro Tag sind rund 1200 Kilokalorien erlaubt, die im Falle einer Dauerkost und zur Gewichtsstabilisierung nach der BRIGITTE- Diät erhöht werden sollten. Die Fettaufnahme pro Tag liegt bei 35 - 40 Gramm. Es gibt viel Obst, Gemüse, fettarme Milchprodukte und Vollkornprodukte sowie Fleisch und Fisch in Maßen. Empfohlen werden ungezuckerte und kalorienfreie Getränke. Auch schwarzer Tee und Kaffee (evtl. mit Süßstoff) sind in Maßen in Ordnung. Auf Alkohol sollte zwar verzichtet werden, aber gegen die eine oder andere Schorle oder mal ein Glas Sekt ist nichts einzuwenden.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: keiner

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Ja, die Betrachtungsweisen der BRIGITTE- Diät und die daraus folgenden Ernährungsempfehlungen sind aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nachvollziehbar.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Ja, die BRIGITTE- Diät ist ernährungsmedizinisch sinnvoll, da sie ausgewogen, fettreduziert und aufgrund des hohen Ballaststoffgehaltes sättigend ist. Sie entspricht einer energiereduzierten Mischkost. Der Körper wird in der Regel mit allen essentiellen Nähr-/ Wirkstoffen versorgt und eine dauerhafte Gewichtsreduktion ist möglich.

Kommentar: Die abwechslungsreichen Gerichte sind schnell zubereitet. Positiv ist auch die individuelle Zusammenstellung der Gerichte, da sie gegeneinander ausgetauscht werden können. Bei der allgemein festgesetzten täglichen Zufuhr von 1200 Kilokalorien wird der persönliche Energieverbrauch nicht berücksichtigt. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass Menschen, die den Eindruck haben, mit den Mengen nicht auszukommen, auch mehr essen dürfen, da Hungern kontraproduktiv wäre. Es gibt auch noch eine vegetarische Variante der BRIGITTE- Diät. Hinweise zu sportlicher Betätigung sind begrenzt vorhanden. Der Lerneffekt ist mit der BRIGITTE-Diät als gut zu beurteilen.

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FdH ("Friss die Hälfte" )

Zusammensetzung/Theorie: Bei dem "Friss die Hälfte"- Prinzip sind bei jeder Mahlzeit die Portionen zu halbieren. Bei der einfache Durchführung sind keine Diätpläne einzuhalten und die Mahlzeiten sind individuell gestaltbar. Alle Lebensmittel sind grundsätzlich erlaubt.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: Mineralstoffen und Vitaminen, die oft in normalen Portionen schon in zu geringen Mengen enthalten sind

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nein, die Halbierung der meist schon vorher unausgewogen zusammengestellten Ernährung ist nicht zu empfehlen. Gerade bei einer Diät muss die Zufuhr aller wichtigen Nährstoffe gewährleistet sein.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, wird die Portion bei schlechten Ernährungsgewohnheiten halbiert ist das FdH-Prinzip nicht empfehlenswert und kann sogar gesundheitsgefährdend sein. Defizite in der Nährstoffzufuhr können sich ergeben. Besser wäre die gezielte Auswahl von Lebensmitteln mit hoher Nährstoffdichte. Der Lerneffekt einer gesunden Ernährung bleibt aus und der Jojo-Effekt ist durch das Absinken des Grundumsatzes vorprogrammiert. Anstatt FdH sollte IdR ("Iss das Richtige" ) verwirklicht werden. Denn langfristig kommt es auf die ausgewogene Ernährung und nicht auf die Kalorienzufuhr an.

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Fit for Fun- Diät

Namensgeber: die Redaktion der Zeitschrift "Fit for Fun"

Zusammensetzung/Theorie: Das Ziel der Fit for Fun- Diät ist die Änderung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens der Übergewichtigen. Alle Lebensmittel sind erlaubt. Alkohol, Süßigkeiten und Fett sollten jedoch eingeschränkt zugeführt werden. Fünf Mahlzeiten (davon eine warme Mahlzeit) werden empfohlen. Neben der Ernährung spielen Bewegung und Sport eine zentrale Rolle, wobei die vielfältigen Sportarten, die im Buch vorgestellt werden, anschaulich und einfach nachvollziehbar erläutert werden.

Als Dauerkost geeignet: ja

Möglicher Nährstoffmangel an: keiner

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Ja, optimal ist die Kombination einer ausgewogenen Ernährung mit Bewegung, um langfristig das Körpergewicht zu senken.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Ja, die Diät ist ernährungsphysiologisch empfehlenswert, da sie eine ausgewogene Ernährung beinhaltet. Besonders hervorzuheben sind der hohe Kohlenhydrat-, Obst- und Gemüsegehalt, sowie der geringe Fettverzehr.

Kommentar: Die Diät ist hervorragend für eine langfristige Gewichtsreduktion geeignet. Ein hoher Lerneffekt tritt ein. Durch die relativ hohe Kalorienzufuhr nimmt man langsam aber dauerhaft ab. Positiv ist auch das ausreichende Sättigungsgefühl während der Diät.

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Fit for Life- Diät

Erfinder: Harvey und Marilyn Diamond

Zusammensetzung/Theorie: Die Grundlage der Fit for Life- Diät ist die Hay'sche Trennkost. Hier werden ebenfalls eiweiß- und kohlenhydrathaltige Lebensmittel getrennt. Der Tag wird in die Phasen Ausscheidung, Nahrungsaufnahme und Nahrungsausnutzung differenziert, um den Magen-Darm-Trakt zu entlasten. In der Ausscheidungsphase von vier Uhr morgens bis 12 Uhr soll nur Obst, Gemüse und Säfte verzehrt werden. In der Nahrungsaufnahmephase von 12 bis 20 Uhr dürfen auch andere Lebensmittel verzehrt werden. Von 20 bis 4 Uhr erfolgt die Ausnutzung der Nahrung. Die gemischte Kost soll grundsätzlich möglichst unverarbeitet verzehrt werden.

70 Prozent der Lebensmittel sollten aus Obst, Gemüse und Salat bestehen und 30 Prozent aus konzentrierten Lebensmitteln wie Brot, Getreide, Fleisch und Fisch. Der Verzehr von Milch und Milchprodukten sollte stark eingeschränkt werden. Als Durstlöscher dient nicht Mineralwasser, sondern destilliertes Wasser. Die Fit for Life-Diät soll sich positiv auf Schlankheit sowie Schönheit auswirken und zu einem energiegeladenen Leben ("Fit fürs Leben" ) führen.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: Ballaststoffen, Mineralstoffen (besonders Kalzium und Eisen), Vitamin B, fettlöslichen Vitaminen

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nein, viele Aussagen, wie beispielsweise auf Milch und Milchprodukte zu verzichten, da sie die Darmwände und Blutgefäße verkleben, sind ernährungswissenschaftlich nicht haltbar. Ebenso gibt es keine sinnvolle Begründung für die Trennung von Kohlenhydraten und Eiweiß. Dass der Mensch Kohlenhydrate und Eiweiße gleichzeitig verdauen kann, belegt bereits die Muttermilch, die Kohlenhydrate, Eiweiß und auch Fett in ausgewogenem Verhältnis enthält.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, die Fit for Life-Diät führt zu einer einseitigen Mangelernährung.

Kommentar: Einzig der hohe Obst- und Gemüsekonsum (bis zu 70 Prozent) ist als positiv zu bewerten. Die Durchführung der Fit for life- Diät erweist sich als relativ kompliziert. Ein Lerneffekt bleibt aus. Sport spielt bei der Fit for life- Diät keine Rolle.

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Formula- Diäten

Erfinder: Prof. Dr. H. Ditschuneit beschrieb erstmalig das proteinmodifizierte Fasten (Ulmer Trunk)

Zusammensetzung/Theorie: Formula- Diäten sind industriell hergestellte Diäten, die als Fertigdrink oder in Pulverform zu erwerben sind. Das Pulver wird zu einem Getränk oder einer Suppe mit fettarmer Milch oder Wasser zubereitet. Verschiedene Geschmacksrichtungen sorgen für Abwechslung. Eine oder mehrere Mahlzeiten können pro Tag mit 800 bis 1200 Kilokalorien ersetzt werden.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: allen Nährstoffen

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nein, kein künstliches Produkt kann eine ausgewogene natürliche Ernährung langfristig ersetzen.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Als Einstieg zu einer kompletten Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion sowie als Möglichkeit des gesunden Mahlzeitenersatzes sind Formula- Diäten für ein bis vier Wochen geeignet. Durch die definierte Zusammensetzung ist die Versorgung mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen bei einer geringen Energiezufuhr von 800 bis 1200 Kilokalorien gewährleistet. Langfristig ist jedoch die Zufuhr der Nährstoffe mittels ursprünglicher Lebensmittel unerlässlich, da sich die Wirkungen der Nährstoffe nur in ihrer natürlichen Umgebung optimal kombinieren.

Kommentar: Ein richtiges Ernährungsverhalten wird durch die Verwendung von Formula- Produkten nicht erlernt. Bei vollständigem Ersatz der Mahlzeiten können Verdauungsprobleme aufgrund des geringen Ballaststoffgehalts auftreten. Manche Formula- Diäten wie FormMed oder Optifast werden mit Sportprogrammen kombiniert.

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Hay'sche Trennkost

Namensgeber: US-amerikanischer Arzt Dr. Howard Hay

Zusammensetzung/Theorie: Nach der Hay'schen Trennkost müssen eiweiß- und kohlenhydratreiche Lebensmittel getrennt voneinander verzehrt werden. Nach Hay ist der Magen nicht in der Lage, beide Nährstoffe zusammen zu verdauen und gleichzeitig Säuren und Basen zu bilden. Daher wird die überschüssige Energie schneller in Form von Fett im Körper abgelagert. Die Trennung der entsprechenden Lebensmittel ist jedoch nicht immer einzuhalten, da einige Lebensmittel Kohlenhydrate sowie Eiweiß enthalten. Morgens und abends sollte konzentriert kohlenhydratreich und mittags eiweißreich gegessen werden. Grundsätzlich gilt beim Verzehr der beiden Nährstoffe ein zeitlicher Abstand von vier Stunden. Weiterhin ist der ausgeglichene Säure-Base-Haushalt von besonderer Bedeutung. Die Ernährung sollte aus 80 Prozent Basenbildnern (Obst, Gemüse, Salat, Milch, Butter und Joghurt) und maximal 20 Prozent Säurebildnern (Fleisch, Käse, Kartoffeln, Fisch, Eier und Getreideprodukte) bestehen.

Als Dauerkost geeignet: ja

Möglicher Nährstoffmangel: keiner

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nein, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist das Enzymsystem des menschlichen Magen-Darm-Traktes durchaus in der Lage, Eiweiß und Kohlenhydrate gleichzeitig zu verdauen. Bestes Beispiel zur Widerlegung der Hay'schen Trennkost ist die Muttermilch, die Eiweiß und Kohlenhydrate in fast gleicher Menge enthält. Weiterhin ergeben sich keine Vorteile aus der Trennung der beiden Nährstoffe. Im Gegenteil: Durch die Kombination von eiweiß- und kohlenhydratreichen Lebensmitteln erhöht sich die biologische Wertigkeit von Eiweiß (zum Beispiel die Kombination von Ei und Kartoffeln). Absurd ist auch die Aussage über die Prophylaxe und Heilung von Krankheiten (zum Beispiel Krebs) durch die Trennkost.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Die Gewichtsreduktion findet nicht aufgrund der Trennkost statt, sondern aufgrund der als gut zu bewertenden kalorienreduzierten Mischkost mit reichlich Obst und Gemüse und einer geringen Fett- und Cholesterinaufnahme.

Kommentar: Zu Anfang ist die Hay'sche Trennkost im Alltag recht kompliziert in der Durchführung. Ein Lerneffekt findet statt, wobei die Konzeption zwar nicht belegbar ist, jedoch grundsätzlich zu einer gesunden Ernährungsweise führt. Sport spielt bei der Trennkost keine direkte Rolle.

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Hollywood- Diät

Zusammensetzung/Theorie: Die Durchführung der Hollywood- Diät dauert zwei Wochen, bei der 500 bis 800 Kilokalorien pro Tag verzehrt werden. Der Verzehr von magerem Fleisch, Fisch, Milch-, Sojaprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und alkoholfreiem Bier ist erlaubt. Kohlenhydratreiche Lebensmittelsollen eingeschränkt verzehrt werden.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: Ballaststoffen, Kalzium, Kohlenhydraten

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nein, die Zusammensetzung der Nahrung während der Diät ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nicht nachvollziehbar.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, die Hollywood- Diät beinhaltet insgesamt eine überhöhte Proteinzufuhr und eine mangelnde Kohlenhydratzufuhr. Bei der Diät mangelt es weiterhin an Ballaststoffen, Kalzium, Flüssigkeit und allgemein an Energie. Die Hollywood- Diät ist ernährungsmedizinisch nicht zu empfehlen.

Kommentar: Bei langfristiger Anwendung ist die Diät als gesundheitsgefährlich einzustufen. Der Lerneffekt bleibt aus. Ebenso negativ zu beurteilen ist das Fehlen von Tipps zur sportlichen Betätigung.

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Kartoffel- Diät

Zusammensetzung/Theorie: Das Ziel der Kartoffel- Diät und anderer Monodiäten mit Obst oder Gemüse ist die Entwässerung des Körpers. Bei der Kartoffel- Diät werden pro Tag zirka 600 Gramm Pellkartoffeln und als Beilage Gemüse in fettfreier Zubereitung verzehrt. Die Kartoffel- Diät wird häufig für einzelne Diättage eingesetzt.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: Kalzium, Eisen, fettlöslichen Vitaminen, ungesättigte Fettsäuren, Eiweiß

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, die Kalzium-, Eisen- und Eiweißversorgung ist zu gering. Durch die geringe Fettzufuhr kommt es zu einem Mangel an fettlöslichen Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren. Positiv ist der hohe Kohlenhydratgehalt.

Kommentar: Die Einstellung im Umgang mit Lebensmitteln wird durch die Diät nicht geändert. Eine dauerhafte Durchführung einer Monodiät birgt sogar gesundheitliche Risiken. Der sportliche Aspekt spielt bei der Kartoffel- Diät keine Rolle.

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Low- Fat 30

Zusammensetzung/Theorie: Nach dem Low- Fat- Prinzip ist der übermäßige Fettkonsum (neun Kilokalorien pro Gramm, Fett) Ursache für Übergewicht (Adipositas). Der Fettanteil in der Nahrung wird bei dieser Diät erheblich reduziert. Die Zahl hinter dem Low- Fat- Prinzip wie zum Beispiel Low- Fat 30 stehen für die grundlegende Empfehlung dieser Diät, nicht mehr als 30 Prozent Fett pro Tag aufzunehmen. Insgesamt ist aber auch die gesamte Kalorienzahl nicht zu vernachlässigen, denn das alleinige Einsparen von Fett hilft nicht. Grundsätzlich sollte viel Obst und Gemüse gegessen werden mit einer grundsätzlichen Orientierung an der Nahrungspyramide. Pflanzliche Öle sollten den tierischen Fetten bevorzugt werden. Fette Fische wie Makrele, Hering, Lachs und Thunfisch sind aufgrund ihrer hochwertigen Fettsäuren, ebenso wie Nüsse nach dem Low- fat- Prinzip erlaubt, sofern die Fettgrenze nicht überschritten wird. Nach dem Low- Fat- Prinzip gibt es zahlreiche unterschiedliche Diätprogramme.

Als Dauerkost geeignet: ja

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Ja, das Low- Fat- Prinzip liegt eine ausgewogene Mischkost mit einer Reduzierung des Fettkonsums zu Grunde. Weiterhin werden sinnvolle Anmerkungen gemacht, wie zum Beispiel langsam zu essen und bewusst zu kauen, viel zu trinken und sich ausreichend zu bewegen.

Kommentar: Low- Fat- Rezepte sind alltagstauglich. Ein Lerneffekt hinsichtlich gesunder Ernährung und sportlicher Aktivität tritt auf.

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Max- Planck- Diät

Zusammensetzung/Theorie: Die Max-Planck-Diät ist eine sehr eiweißreiche Diät bei der bis zu sieben Eier pro Woche, viel mageres Fleisch, Salat und Gemüse verzehrt werden.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: Durch den geringen Fettgehalt besteht ein Mangel an fettlöslichen Vitaminen und essentiellen Fettsäuren.

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nein, die Versprechungen, neun Kilo durch eine Stoffwechseländerung in nur zwei Wochen zu verlieren, beruht auf keinem ernährungswissenschaftlichen Hintergrund. Die Gewichtsabnahme ist unrealistisch und basiert, wenn überhaupt gegeben, lediglich auf Wasserverlusten.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, die Max-Planck-Diät ist sehr einseitig und enthält einen extrem hohen Eiweißanteil.

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Mayo- Diät

Zusammensetzung/Theorie: Bei der Mayo- Diät werden überwiegend Gemüse, mageres Fleisch, Fisch, Obst und zirka 25 Eier pro Woche verzehrt. Streich- und Kochfette werden nicht toleriert, ebenso wie alle Getränke außer Kaffee und schwarzer Tee.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: Cholesterin, fettlöslichen Vitaminen, essentiellen Fettsäuren, Flüssigkeit

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, die Mayo- Diät ist eine sehr eiweißreiche, kalorien- und fettreduzierte Kost. Der hohe Cholesteringehalt durch den Verzehr von zirka 25 Eiern pro Woche führt zu Arteriosklerose.

Kommentar: Bei bestehenden Fettstoffwechselstörungen und Hypercholesterinämie ist die Durchführung der Mayo- Diät regelrecht gefährlich. Ein Lerneffekt tritt nicht ein und sportliche Betätigung wird bei der Mayo-Diät nicht thematisiert.

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Mayr- Kur

Namensgeber: Dr. Franz-Xaver Mayr

Zusammensetzung/Theorie: Die F.-X. Mayr-Kur basiert auf den drei "S": Schonung, Säuberung und Schulung. Die Schonung des Verdauungssystems durch Entlastung und Regeneration erfolgt beispielsweise mit Teefasten (ausschließlich Tee) oder mit der Milch Semmeldiät nach Mayr (Verzehr von altbackenen, salzlosen Brötchen und Milch). Die Säuberung des Körpers wird durch das Abführen mit Bittersalz erlangt. Die Schulung für das Wiedererlangen verlorener körperlicher Funktionen erfolgt mit Bauchatemübungen nach Mayr und der Eingewöhnung der Esskultur nach Meyer (zum Beispiel kleine Mahlzeiten, keine Rohkost und kein Obst nach 16 Uhr).

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: Vitaminen, Mineralstoffen, wie zum Beispiel Jod, Zink, Eisen und Ballaststoffe

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, das Teefasten ist insgesamt extrem einseitig sowie energie- und nährstoffarm. Der alleinige Verzehr von altbackenen, salzlosen Brötchen und Milch bei der Milch-Semmel Kur ist extrem einseitig und ernährungsmedizinisch nicht nachvollziehbar.

Kommentar: Die Kur ist in der Durchführung kompliziert sowie regelrecht gesundheitsgefährdend und sollte daher - wenn überhaupt - in spezialisierten Zentren stattfinden. Es tritt kein Lerneffekt auf. Sport spielt bei dieser Kur keine Rolle.

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Montignac- Methode

Erfinder: der Franzose Michael Montignac

Zusammensetzung/Theorie: Bei der Montignac- Methode soll der Blutzucker möglichst gering gehalten werden um das Hungergefühl zu verhindern. Die Lebensmittel werden nach dem glykämischen Index (Anstieg des Blutzuckers nach einer Mahlzeit) unterteilt. Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index (die den Blutzucker also gering ansteigen lassen), wie Hülsenfrüchte, Haferflocken, Vollkornbrot, Nüsse und Fruchtzucker in Obst sind zu bevorzugen. Einen hohen glykämischen Index haben Kartoffeln, Weißmehlprodukte und verarbeitete Lebensmittel. Beim Stoffwechsel dieser Lebensmittel wird eine große Menge des Hormons Insulin benötigt. Durch die Ausschüttung des Hormons wird jedoch gleichzeitig der Abbau von Fett gehemmt. Insulin bewirkt zusätzlich die Auslösung eines Hungergefühls. Außerordentlich wichtig ist auch die Trennung von eiweiß- und kohlenhydratreichen Lebensmitteln. Der Diätablauf wird in die zwei Stufen Gewichtsreduktion und Lernphase differenziert.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: keiner

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Die Trennung ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nicht sinnvoll. Auch wenn die Begründungen des glykämischen Indexes einleuchtend erscheinen, sind die Stoffwechselvorgänge im Organismus viel komplexer. Der reichliche Verzehr von Vollkornprodukten liefert ausreichend Ballaststoffe. Der Verzicht auf Zucker und weißes Mehl ist als positiv zu beurteilen. Das Verbot von Kartoffeln sowie der Verzehr von drei Eiern als Zwischenmahlzeit ist ernährungswissenschaftlich nicht haltbar. Kartoffeln, Nudeln und Reis sind fettarme Lebensmittel, die gut sättigend sind und bei einer Diät nie fehlen sollten.

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Null- Diät

Zusammensetzung/Theorie: Bei der Null- Diät wird vollständig auf die Zufuhr fester Nahrung verzichtet. Die Trinkmenge wird auf drei bis vier Liter pro Tag gesteigert, um eine optimale Ausscheidung der Stoffwechselprodukte zu gewährleisten. Ausschließlich kalorienfreie Getränke, wie Mineralwässer, ungesüßter Tee und Kaffee sind zu trinken. Auch Gemüse- und Obstsäfte sowie Gemüsebrühen sind teilweise erlaubt.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: allen Nährstoffen

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nein, die Null- Diät ist eine extreme Gewichtsreduktionsmethode, die sehr belastend für Herz und Kreislauf ist. Viele Todesfälle sind bekannt und daher sollte die Null- Diät nicht mehr durchgeführt werden. Störungen des Mineral- und Flüssigkeitshaushaltes sowie der Harnsäureausscheidung sind vorprogrammiert. Es kann zu Bildung von Gallen- und Nierensteinen kommen. Bei Nierenfunktionsstörungen, rheumatischen Erkrankungen, Diabetes und Herz-Kreislauf-Problemen darf die Nulldiät nicht angewandt werden. Die Null- Diät sollte daher nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, bei der Null- Diät werden praktisch keine Kalorien aufgenommen, wodurch sich ein extremer Mangel an allen Nährstoffen ergibt.

Kommentar: Bei der Null-Diät wird hauptsächlich Gewicht durch den Verlust von Wasser und Protein (40 Prozent) verloren. Die Stoffwechseländerung während der Diät führt zum Jojo-Effekt bei späterer Umstellung auf die normale Kost. Während der Diät sinkt der Grundumsatz, da der Körper kaum Nahrung verwerten muss. Der Körper schätzt die Diät wie eine Hungersnot ein und gewöhnt sich an die geringe Kalorienzufuhr. Wird nach der Diät wieder normal gegessen, kann der verlangsamte Stoffwechsel die Nahrungszufuhr nicht mehr so schnell verwerten, wodurch man wieder an Gewicht zulegt.

Die Null- Diät ist als sehr gefährlich einzustufen. Negativ ist auch der ausbleibende Lerneffekt bezüglich gesunder Ernährung und sportlicher Betätigung.

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Pfunds- Diät

Erfinder: Prof. Dr. Volker Pudel

Zusammensetzung/Theorie: Bei der Pfunds-Kur sind grundsätzlich alle Lebensmittel erlaubt. Die Fettaufnahme der Nahrungsmittel wird bei dieser Diät auf maximal 60 Gramm pro Tag reduziert, während die Kohlenhydrataufnahme leicht gesteigert ist. Anstatt Kalorien werden hier "Fettaugen" gezählt. Der Speiseplan kann anhand einer "Fettaugentabelle" individuell gestaltet werden. Die Dauer der Pfunds Kur beträgt meist zehn Wochen.

Als Dauerkost geeignet: ja

Möglicher Nährstoffmangel an: keiner

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Ja, die Reduktion der Fettzufuhr zur Reduzierung des Übergewichtes ist ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar.

Ernährungswissenschaftlich sinnvoll: Ja, die Pfunds-Kur basiert auf einer fettarmen und kohlenstoffreichen Mischkost, wodurch sich keine Mangelerscheinungen an Nährstoffen ergeben. Diese Diät ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht als sinnvoll zu bewerten.

Kommentar: Die Rezepte der Pfunds-Kur sind einfach nachzukochen. Tipps zu sportlichen Aktivitäten werden gegeben und ein guter Lerneffekt tritt auf.

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Reis- Diät

Erfinder: Dr. Fritz Kemptner

Zusammensetzung/Theorie: Bei der Reis-Diät wird vorwiegend Reis mit Apfelmus verzehrt. Nach vier Wochen kann Gemüse und Fisch ergänzt werden. Der maximale Kaloriengehalt beträgt 1000 Kilokalorien pro Tag.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: Eiweiß, Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen und Vitamin B bei ausschließlichem Verzehr von poliertem Reis

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nein, für die Reis-Diät gibt es keinerlei wissenschaftlichen Hintergrund.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, die Reis-Diät ist ernährungsmedizinisch nicht sinnvoll, da sie extrem einseitig ist.

Kommentar: Die Durchführung der Diät ist einfach und preiswert. Eine Umstellung der Ernährung wird nicht erlernt. Die rasche Gewichtsabnahme bei der gesundheitsgefährdenden Reis-Diät basiert hauptsächlich auf einem Wasserverlust durch den hohen Kalium- und den niedrigen Natriumanteil. Sport spielt keine Rolle.

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Saftfasten

Zusammensetzung/Theorie: Beim Saftfasten werden ausschließlich (frisch gepresste) Obst- und Gemüsesafte, sowie Gemüsebrühen verzehrt. Der Energiegehalt pro Tag liegt bei 300 Kilokalorien. Zusätzlich sollten zwei bis drei Liter Wasser getrunken werden.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: allen Nährstoffen

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nein, das Saftfasten basiert auf keiner ernährungswissenschaftlichen Grundlage.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, das Saftfasten ist ernährungsmedizinisch nicht sinnvoll. Die zugeführten Flüssigkeiten sind einseitig zusammengesetzt und insgesamt besteht ein extremer Mangel an allen Nährstoffen und Energie. Durch den Eiweißmangel baut der Organismus Muskeln ab. Der Grundumsatz sinkt und durch den Jojo-Effekt nimmt man schließlich wieder an Gewicht zu.

Kommentar: Durch die Mangelversorgung an Nährstoffen ist das Saftfasten als gesundheitsgefährlich einzustufen. Ein Lerneffekt bezüglich gesunder Ernährungsweise tritt nicht ein. Sportliche Betätigung wird beim Saftfasten nicht berücksichtigt.

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Strunz-Diät

Namensgeber: Dr. med. Ulrich Strunz

Zusammensetzung/Theorie: Bei der Strunz-Diät wird viel Obst und Gemüse sowie Eiweißquellen, die mager sind (zum Beispiel Magerjoghurt), empfohlen. Ausdauersport ist von außerordentlicher Bedeutung. Er kurbelt den Stoffwechsel an und die Nährstoffe können optimal verbrannt werden. Durch den Sport soll besonders das Fett in den Fettzellen verbrannt werden. Herr Strunz empfiehlt Laufen, bei dem 70 Prozent aller Muskeln zum Einsatz kommen, als optimale Sportart für die Gewichtsreduktion. Durch den Sport werden Muskeln aufgebaut, wodurch im Ruhezustand dann auch mehr Energie verbrannt wird. Nach regelmäßigen Sport verlangt der Körper, laut Strunz, automatisch nach Nahrungsmitteln, die reichlich Kohlenhydrate und Eiweiße enthalten und weniger nach fettreichen Lebensmitteln. Zum Einstieg in die Gewichtsreduktion empfiehlt Dr. Strunz bei Übergewichtigen proteinmodifiziertes Fasten und die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen, da bei ihnen der Bedarf erhöht ist.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: allen Nährstoffen

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nach ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen ist die Kombination einer ausgewogenen Ernährung mit Sport unerlässlich für eine langfristige Gewichtsreduktion. Die Zufuhr einiger Nähr-/ Wirkstoffe entspricht nicht immer den wissenschaftlichen Empfehlungen der Ernährungswissenschaft, erscheint aber angebracht, da während einer Gewichtsreduktion ein erhöhter Bedarf besteht.

Kommentar: Hier wird dem Sport so viel Bedeutung beigemessen, dass bei dem ein oder anderen leicht eine Überforderung eintreten kann. Zudem ist Laufen nicht für jeden geeignet.

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Vollweib-Diät

Erfinder: Christine Neubauer

Zusammensetzung/Theorie: Christine Neubauer beschreibt mit ihrer Vollweib-Diät, wie sie zu ihrem heutigen Gewicht gefunden hat. Besonders wichtig ist ihr die Tatsache sich wohl zu fühlen und sich nicht an gängigen Schönheitsidealen zu orientieren. In der Diät stellt die Schauspielerin fünf Regeln auf, an die sich gehalten werden soll: 1. mit Lust essen, 2.wenig Fett, 3. kaum Zucker, 4. kein weißes Mehl und 5. regelmäßige Bewegung. Die Vollweib-Diät zielt auf eine gesunde Ernährungsumstellung ohne Kalorienzählen mit abwechslungsreichen Rezepten. Die Vollweib-Diät ist eine Anleitung zur gesunden Dauerernährung ohne den eigentlichen Diätcharakter mit beispielsweise eingeschränkter Kalorienzufuhr.

Als Dauerkost geeignet: ja

Möglicher Nährstoffmangel an: keiner

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Ja, das Konzept der Vollweib-Diät, eine vernünftige Ernährungsumstellung und sportlicher Betätigung zu kombinieren, ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nachvollziehbar. Viele hilfreiche Tipps, die auch die psychologische Situation einbeziehen, werden zur dauerhaften Ernährungsumstellung und damit Gewichtsreduktion gemacht.

Ernährungswissenschaftlich sinnvoll: Die Zusammensetzung der Kost bei der Vollweib-Diät ist ernährungswissenschaftlich sinnvoll.

Kommentar: Ein Lerneffekt hinsichtlich gesunder Ernährung wird durchaus erreicht. Positiv ist auch die Berücksichtigung von sportlichen Aktivitäten (insbesondere Fitness-Übungen).

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Weight Watchers

Zusammensetzung/Theorie: Die Mitglieder von Weight Watchers treffen sich wöchentlich. Bei den Weight Watchers werden keine Kalorien gezählt, sondern es gibt ein Punktesystem, das auch Fertiggerichte erfasst. Bei den Gruppentreffen stellt sich jeder Teilnehmer seinen Ernährungsplan innerhalb eines individuellen Punktekontos selber zusammen. Verzehrt wird eine kalorienreduzierte Mischkost mit einem Normalplan von zirka 1200 Kilokalorien pro Tag oder einem reduzierten Plan von zirka 900 Kilokalorien pro Tag, wobei keine Mahlzeit ausgelassen werden darf. Die Führung eines Ernährungsprotokolls und Steigerung der Motivation durch die wöchentlichen Gruppentreffen unterstützen die Teilnehmer psychologisch.

Als Dauerkost geeignet: ja

Möglicher Nährstoffmangel an: keiner

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Ja, die Kombination aus kalorienreduzierter Mischkost und wöchentlicher Betreuung in der Gruppe ist als sinnvoll zu beurteilen.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Ja, die Ernährung des Weight Watchers Programms ist ernährungsmedizinisch sinnvoll, da eine ausgewogene, kalorienkontrollierte und fettreduzierte Mischkost verzehrt wird. Das Programm wird den aktuellen ernährungsmedizinischen Erkenntnissen angepasst.

Kommentar: Durch das Weight Watchers Programm ist eine dauerhafte Umstellung der Ernährung und eine dauerhafte Gewichtsreduktion möglich. Besonders Menschen mit wenig Selbstdisziplin profitieren durch die entstehende Gruppendynamik vom Konzept der Weight Watchers. Ein guter Lerneffekt tritt ein. Tipps zur sportlicher Betätigung werden gegeben.

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Zitronensaft-Kur

Erfinder: K. A. Beyer

Zusammensetzung/Theorie: Bei der Zitronensaft-Kur wird täglich der verdünnte Saft von drei bis sechs Zitronen mit zirka 18 Löffeln Ahornsirup (hoher Zuckergehalt) und etwas Cayennepfeffer getrunken. Mindestens zwei bis drei Liter pro Tag sollen getrunken werden. Magen- und Darm-Beschwerden können durch die ungewohnte Säurezufuhr auftreten. Die Gewichtsreduktion erfolgt lediglich durch die vermehrte Wasserausscheidung. Das Ziel der Kur ist die Normalisierung des Stoffwechsels.

Als Dauerkost geeignet: nein

Möglicher Nährstoffmangel an: allen Nährstoffen

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nein, bei der Zitronensaft Kur werden absurde Thesen aufgestellt, die keinen wissenschaftlichen Bezug aufweisen. Geradezu gefährlich ist die Aussage, dass untergewichtige Personen mit Hilfe der Zitronensaft-Kur sogar zunehmen sollen. Auch die Annahme, dass Ahornsirup sämtliche Vitamine und Mineralien enthalte, istwissenschaftlich nicht zu vertreten.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, aus ernährungsmedizinischer Sicht ist von der Zitronensaft-Kur abzuraten.

Kommentar: Die Durchführung der Kur ist einfach, aber gesundheitsgefährlich. Ein Lerneffekt tritt nicht ein. Tipps zur sportlichen Betätigung fehlen.